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Westschweizer Inspiration: Feldfreunde auf Exkursion bei Bio-Pionieren

  • vor 2 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Ende April begaben sich Thomas Marxer, Michaela Hogenboom und unser neues Vorstandsmitglied Michael Meirer auf eine inspirierende Reise in die Westschweiz. Auf Einladung von Max Knecht, einem Pionier im Bereich Bioanbau und hofeigene Getreideverarbeitung, erkundeten wir innovative Betriebe und zukunftsweisende Verarbeitungsstrukturen.


Handwerk und Vielfalt auf der Ferme Jaggi

Der erste Stopp führte uns zur Ferme Jaggi. Hier wird Kreislaufwirtschaft gelebt: Eine integrierte Holzofenbäckerei verarbeitet frisch gemahlenes Mehl zu sensationellem Brot. Der Betrieb hat sich neben der Freilandhühnerhaltung auf verschiedenste Acker- und Ölkulturen spezialisiert. Besonders beeindruckend ist die hofeigene Infrastruktur: Von der Trocknung über das Schälen und Mahlen bis hin zur Ölpressung findet die gesamte Wertschöpfung direkt vor Ort statt.


Gleich in der Nachbarschaft besuchten wir die Tofu- und Kimchi-Produzentin Chez Madame Kim. Sie verarbeitet Soja zu hochwertigem Tofu, Drinks und Jogurtalternativen sowie würzigem Kimchi – ein tolles Beispiel für die Veredelung lokaler Rohstoffe.


Inspiration für den Ladentisch

Ein Highlight war der Besuch im hofeigenen Laden, der zeigt, wie moderne Vermarktung aussehen kann. Wir sahen innovative Produkte, die Hülsenfrüchte und Getreide konsumfertig ("ready-to-eat") präsentieren:

  • Falafel-Mischungen & Brotaufstriche

  • Pastas, Getreide-Pops und Cracker

  • Getreidesalate im Glas

Diese Vielfalt gab uns wertvolle Impulse, wie man heimische Ackerkulturen für Konsumenten attraktiv aufbereiten kann.


Austausch in Vouvry

Nach einem kurzen kulturellen Abstecher nach Montreux wurden wir in Vouvry bei Max Knecht zuhause empfangen. Bei einer Verkostung von lokalem Käse, Wein und hofeigenem "Gschwellti" vertieften wir die Gespräche über die Ziele der Feldfreunde. Max teilte mit uns seinen enormen Erfahrungsschatz und seine Visionen für das Entwicklungspotenzial des Bio-Landbaus.


Technik, die den Boden schont: Domaine de la Grande Ile

Am zweiten Tag erhielten wir vertiefte Einblicke in die Domaine de la Grande Ile, die heute von David Knecht, Max’ Sohn, weitergeführt wird. Auf den Feldern blühte gerade der Lein – eingebettet in ein System aus vielfältigem Ackerbau und gezielten Biodiversitätsmassnahmen.


Besonders spannend für uns war die Technik:

  • Bodenbearbeitung: Zum Einsatz kommt eine Methode zum oberflächlichen Pflügen, um die anaeroben Organismen im Boden nicht zu stören.

  • Die Steinmühle: Das Herzstück des Betriebs wurde uns ausführlich erklärt. Hier wird Getreide schonend in verschiedenen Mahlgraden verarbeitet und direkt ab Hof verkauft.


Fazit: Wir kehren mit einem Rucksack voller Hofprodukte, Ideen, neuen Kontakten und viel Motivation nach Liechtenstein zurück. Ein herzliches Dankeschön an Max Knecht und alle Beteiligten für diese wertvollen Einblicke in die Praxis der Westschweizer Bio-Pioniere!

Beim Erzählcafé im domus in Schaan drehte sich alles um die Frage, wie Agrarökologie konkret gelebt wird, hier und anderswo.


Weitere Links: https://jaggiferme.ch/ 


Fotos: Feldfreunde

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