Erfolgreiche Feierabend-Feldbegehung auf dem Biohof Näscher
- vor 2 Tagen
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Nach den Regenschauern des Nachmittags zeigte sich pünktlich zur Feierabend-Feldbegehung wieder die Sonne. Rund 50 Teilnehmer:innen folgten der Einladung der Feldfreunde auf den Biohof Näscher in Eschen und nutzten die Gelegenheit, regionale Landwirtschaft hautnah zu erleben.
Die Besucher:innen kamen aus ganz unterschiedlichen Bereichen. Neben interessierten Konsument:innen waren auch Fachpersonen aus Landwirtschaft, Verarbeitung und Gastronomie vor Ort. Im Rahmen des IBK-Austauschprojekts «Hof trifft Herd» durften die wir zudem Gäste aus Österreich, der Schweiz und Süddeutschland begrüssen.
Ein Blick hinter die Kulissen regionaler Landwirtschaft
Zu Beginn stellte Michaela Hogenboom, Geschäftsführerin der Feldfreunde, die Arbeit des Vereins vor. Sie zeigte auf, wie sich die Feldfreunde für eine zukunftsfähige Agroökologie und starke regionale Wertschöpfungsketten im Alpenrheintal einsetzen. Dabei wies sie auch darauf hin, dass sich das Feldfreunde-Lager direkt beim Biohof Näscher befindet.
Kulturen mit Potenzial für die Region
Anschliessend machte sich die Gruppe gemeinsam auf den Weg über die Felder. Florian Bernardi, Berater des Bionetzes, stellte verschiedene Kulturen vor und erläuterte deren Potenzial für die regionale Lebensmittelproduktion. Besonderes Interesse weckten der Sommernackthafer, aus dem regionale Frühstücksflocken hergestellt werden können, sowie der Öllein, der auf dem Betrieb für die Produktion von hochwertigem Leinöl angebaut wird.
Später präsentierte Bernardi zudem verschiedene Hülsenfrüchte anhand von Zeigematerial. Dabei wurde deutlich, welche wichtige Rolle diese Kulturen für die Bodenfruchtbarkeit und die regionale Eiweissversorgung spielen können. Hülsenfrüchte bereichern nicht nur unsere Ernährung, sondern leisten auch einen wertvollen Beitrag für gesunde Böden und vielfältige Fruchtfolgen.
Von den Feldern auf die Weide
Der Rundgang führte weiter zur Weide, wo Roswitha Elkuch vom Mäderhof das Liechtensteiner Bio-Weiderindprojekt vorstellte. Sie erklärte die Vorteile einer grasbasierten Fütterung und gab Einblicke in das Konzept der Hoftötung. Ergänzt wurden ihre Ausführungen durch Andreas Näscher, der von seinen Erfahrungen aus der Praxis berichtete und den Teilnehmer:innen zudem die Maschinen zur Verarbeitung kleiner Erntemengen zeigte.
Zurück auf dem Hof blieb Zeit für Gespräche und Austausch. Dabei wurde einmal mehr deutlich, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft, Verarbeitung, Gastronomie und Konsument:innen für funktionierende regionale Kreisläufe ist.
Den genussvollen Abschluss bildete ein Apéro mit Produkten aus dem Feldfreunde-Netzwerk, zubereitet von Vorstandsmitglied Stefanie Hasler. In entspannter Atmosphäre wurden Erfahrungen ausgetauscht, neue Kontakte geknüpft und Ideen für die Zukunft diskutiert.
Die grosse Beteiligung zeigt: Das Interesse an regional produzierten Lebensmitteln, nachhaltiger Landwirtschaft und direktem Austausch mit den Menschen hinter den Produkten ist ungebrochen. Für die Feldfreunde war die Feierabend-Feldbegehung auf dem Biohof Näscher ein rundum gelungener Anlass.
Fotos: Feldfreunde






























